Mit der richtigen Strategie in der Zukunft gewinnen!

05.07.2005 - Das 6. CrossMediaForum im Juni 2005 ist auf großen Zuspruch gestoßen. Viele Teilnehmer äußerten den Wunsch, dass die Initiative fortgesetzt werden solle. 

Praxisbeispiele überzeugen die Teilnehmer des 6. CrossMediaForums.

Das 6. CrossMediaForum im Juni 2005 ist auf großen Zuspruch gestoßen. Viele Teilnehmer äußerten den Wunsch, dass die Initiative von Nionex und Heinold, Spiller und Partner fortgesetzt werden solle. Während der Veranstaltung war eingehend erörtert worden, wie relevant ein immer schneller und individuell ausgerichtetes Multichannel-Marketing ist. Eines wurde auf dieser Tagung deutlich: Mit strategischem Cross Media Publishing können Verlage und Unternehmen nur gewinnen.

Mit dem Thema "Neue Chancen durch Cross Media" eröffnete Ehrhardt F. Heinold (Heinold, Spiller und Partner) die Veranstaltung. Für Heinold bietet die Marke eine wunderbare Plattform für das Schaffen neuer Produkte. Nur durch ein konsistentes multimediales Markenbild wird Orientierung und Stärkung der Marke erreicht. Aus diesem Grund müssen Verlage eine Umkehrung vom Produkthersteller zum Informations-Dienstleister vornehmen, der die Kundenbedürfnisse fest im Visier hat.

Herr Prof. Dr. Ing. Oliver Kretzschmar (OKS Software AG) sensibilisierte die Teilnehmer in seinem Vortrag zum Thema „Media Asset Managment in Verlagen“ für das methodische Vorgehen bei der Generierung neuer Produkte. Voraussetzung für solche Maßnahmen sind eine schlüssige Content-Strategie und strukturierte Inhalte. „Nicht strukturieren durch gestalten“, so Kretzschmar, „sondern gestalten durch strukturieren.“ Die Orientierung richtet sich dabei generell nach dem Kundennutzen. In dieser Weise ist das Unternehmen mit dem Konradin Verlag vorgegangen. „Unsere Prozesse sind schlanker geworden“, so Jan Haaf vom Konradin Verlag. „Die gemeinsame Datenbasis für Redaktion und Anzeigen erleichtert unsere tägliche Arbeit.“

Integriertes Marketing Data Management schafft für die Rowohlt Verlage eine neue Qualität der Endkunden-Leserbindung. Für Dirk Moldenhauer (Rowohlt Verlage) ist Zeit der wesentlichste Faktor in der Informationslogistik. Die Nähe zum Kunden ist Voraussetzung für Erfolg. Um dies zu erreichen, hat der Verlag das Content-Management-System SixCMS eingesetzt. Basierend auf dieser modularen Plattform hat der Software- Hersteller für den Verlag eine maßgeschneiderte Lösung zur Verwaltung und Bereitstellung von Produktinformationen entwickelt. „Durch eine gemeinsame Datenbasis werden die Inhalte einmalig erfasst und mehrmalig zielgruppengerecht ausgegeben, beispielsweise auf verschiedenen Verlagsportalen oder im ONIX-Format für die elektronische Titeldatenübertragung“, sagt Moldenhauer. „Ein Arbeiten ohne die CMS Software von Six ist nicht mehr vorstellbar.“

Den heutigen Stand und die Perspektiven Marketing und Medien im Verlag präsentierte Stephan Selle von zweitwerk. „In den Marketingabteilungen vieler Unternehmen ist Media Asset Management ein Werkzeug, um Notstände zu überwinden, aber leider nicht Teil einer umfassenderen Strategie“, sagt Selle. „Das führt in den wichtigen Prozessen zu Medienbrüchen und Unverträglichkeiten: Dies entspricht in keiner Weise den heutigen Anforderungen.“ Der Schritt von der analogen zur digitalen Medienverwaltung wurde noch nicht konsequent gegangen: CDs im Regal sind ein CD-Archiv, aber bei weitem kein Bilderarchiv, so Selle. Dieser Zustand ist nicht effizient und zukunftsorientiert.

Die Firmen Mai und Acolada zeigten am Beispiel des Baedeker-Reiseführers, inwieweit dynamische Cross-Media-Publikationen für personalisierte Print-Produkte neue Vermarktungschancen ermöglichen. Wichtig ist, dass die Informationen immer aktuell und modular dem Kunden zur Verfügung stehen. Mit ihrer Softwarelösung kann sich der Leser innerhalb von zehn Minuten per Mausklick seinen persönlichen Reiseführer zusammenstellen, der direkt auf der Druckmaschine ausgegeben wird. „ Informationen müssen immer eins zu eins verwendbar sein“, so Thomas Mai. „Mit unserer Lösung zeigen wir Visionen, die viel in Gang bringen werden.“

„Eine neue Ausrichtung von Verlagen eröffnet die Gewinnung von Neukunden“, erklärt Hans W. Hohenester vom Schwaneberger Verlag. Sein Vortrag mit dem Titel „Content Management, Mehrfachverwertung und Marketingaktionen“ zeigte eindrucksvoll, wie der Schwaneberger Verlag eine zentrale Datenbank aufgebaut hat, aus der die Informationen für die verschiedenen Kataloge gespeist werden. Hohenester erläuterte, wie durch die strukturierte Speicherung aller Inhalte, individuell zugeschnittene Kataloge erstellt werden. Mit der Erweiterung der Produktlinie konnten noch nicht erschlossene Zielgruppen erreicht werden.

„Vom Wörterbuch zum flexiblen Content-Pool“ – dieses Thema stand im Mittelpunkt des Vortrages von Dr. Guido Reumann, Nionex. Anhand zweier Fallbeispiele, aus dem Walter de Gruyter Verlag und dem Wissen Media Verlag, zeigte Reumann anschaulich, welcher Mehrwert sich aus einer zentralen Speicherung und Verwaltung des Contents – auf Basis eines Content Management Systems – ergibt. Für Reumann muss ein Wörterbuchverlag den Weg von produktbezogenen Bearbeitungszyklen hin zu kontinuierlicher Pflege vornehmen. „Dank des flexiblen Content-Pools sind die Inhalte hoch vernetzt, stets aktuell und werden gleichzeitig in alle Medien publiziert“, so Reumann. „Verlage gewinnen mit dem Einsatz eines Content Management Systems nicht nur an Schnelligkeit, sondern erschließen zudem neue Produkte.“

Die Zeit reichte kaum aus, um alle relevanten Aspekte zu betrachten. Deshalb setzen Nionex und Heinold, Spiller und Partner ihre Zusammenarbeit fort und veranstalten das nächste CrossMediaForum im Januar 2006.

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Anke  Seifert
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